Spiel immer, wie du tust, doch denke diß darbei,
daß unter diesem Scherz auch etwas Ernstlichs sei!
Du übertriffst, mein Lieb, des liechten Schnees Brauch:
so viel du weißer bist, das bist du kälter auch.
Gedichte
Paul Fleming
Spiel immer, wie du tust, doch denke diß darbei,
daß unter diesem Scherz auch etwas Ernstlichs sei!
Du übertriffst, mein Lieb, des liechten Schnees Brauch:
so viel du weißer bist, das bist du kälter auch.
Das Gedicht "Als sie sich im Schnee erlüstirete." stammt von Paul Fleming (1609 - 1640).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.