Ich hoff, du läßt mich nicht allein,
seit du nun bist mein höchster Gral,
der alles Leid verdecket.
Dein steter Diener ewiglich
so will ich sein, du minniglich,
kürlich für aller Frauen Zahl
mit reichem Schatz bestecket.
Gedichte
Oswald von Wolkenstein
Ich hoff, du läßt mich nicht allein,
seit du nun bist mein höchster Gral,
der alles Leid verdecket.
Dein steter Diener ewiglich
so will ich sein, du minniglich,
kürlich für aller Frauen Zahl
mit reichem Schatz bestecket.
Das Gedicht "Ich hoff, du läßt mich nicht allein..." stammt von Oswald von Wolkenstein (1376 - 1445).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.