Ob jeder Freude seh ich schweben

Den Geier bald, der sie bedroht;

Was ich geliebt, gesucht im Leben,

Es ist verloren oder tot.

 

Fort riß der Tod in seinem Grimme

Von meinem Glück die letzte Spur;

Das Menschenherz hat keine Stimme

Im finstern Rate der Natur.

 

Ich will nicht länger töricht haschen

Nach trüber Fluten hellem Schaum,

Hab aus den Augen mir gewaschen

Mit Tränen scharf den letzten Traum.


Das Gedicht "Aus!" stammt von   (1802 - 1850).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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