Wilt du den magetum zieren,

Den got also sere geheret hat,

Das er dur dine liebi einer megde sun wart;

(Eya gedenke we sprichet das!)

So solt du diemúteklich swigen

Und mineclich kumber liden

Und in allen stetten

Alle din tage megdlicher schemede pflegen,

So maht du an der kúscheit genesen.

O maget, was dir dene got wil geben,

Er wil dir ein schoener jungling wesen,

Und wil den himelreigen mit dir treten.

O ich vnselig lamer hunt!

Ich húlze och mit dir.

Prúve wie ich dis meine,

Der luteren megde zal ist kleine.


Das Gedicht "Fúnf ding sont die lutern megde hân" stammt von (* 1207-00-00, † 1282-00-00).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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