den 29. August 1816.

 

Blümlein von der Gottesaue

Ist so fröhlich aufgeblüht,

Gleich der Ros′ im Morgenthaue

An Gestalt und an Gemüth.

Kommt ein fremder Mann geschritten,

»Blümlein von der Gottesau,«

Spricht er, »komm zu meinen Hütten,

Daß ich früh und spät dich schau;

Gärtner will ich sein und pflegen

Deiner Schönheit holde Zier,

Schenke deinen Duft und Segen,

Liebesfreuden schenke mir.

Leben bricht von allen Enden,

Blüten brechen schnell heraus,

Und wir tragen und wir senden

Sie den Eltern in das Haus,

Daß sie wachsen und gedeihen

Gleich der süßen jungen Frau,

Hier im Stillen, hier im Freien,

Auf der grünen Gottesau!«


Das Gedicht "Zur Vermählung des Amtmanns Kinzinger in Carlsruhe mit Auguste Hoyer zu Gottesaue" stammt von   (1783 - 1817).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte