1815.
Hier steht ein Tisch,
Und stark und frisch
Ein gutes Wort zu schreiben,
Auch andres Werk zu treiben.
Ein jeder Tisch soll heilig sein,
Um welchen gute Menschen treten,
Sei′s, ihres Daseins sich zu freun,
Sei′s, um ein Gratias zu beten.
Zur Werkstatt geht mit Lust ein Meister,
Zum Lehrstuhl wie zu anderm Werke,
Denn überall sind gute Geister,
Und herrschen Weisheit, Schönheit, Stärke.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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