Ob Tausend uns zur Rechten,
Zehntausend uns zur Linken,
Ob alle Brüder sinken,
Wir wollen ehrlich fechten.
Zur Rechten nicht noch Linken,
Gen Himmel ist zu schau′n,
Und muthig einzuhau′n,
Wo Feindeswaffen blinken.
Gott kann schon Hilfe senden,
Der Engel Legionen,
Die halten grüne Kronen
Und Waffen in den Händen.
Er schwor bei seinem Leben,
Er steht an unsrer Seiten,
Wenn wir im besten Streiten
Die Häupter zu ihm heben.
Das Kreuz das ist sein Zeichen!
Wer will es niederreißen,
Das tragen alle Preußen,
Die Hölle muß ihm weichen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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