1816.
Vöglein, einsam in dem Bauer,
Herzchen, einsam in der Brust,
Beide haben große Trauer
Um die süße Frühlingslust.
Um das Wandern, um das Fliegen
In dem Thal von Zweig zu Zweig,
Um das Wiegen, um das Schmiegen
An die Liebste warm und weich.
Vöglein, singe deine Klagen,
Bis die kleine Brust zerspringt;
Herz, mein Herz, auch du wirst schlagen
Bis dein letzter Ton verklingt.
Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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