Mai 1814.

 

Gott grüße dich, mein deutsches Blut,

Mit Siegeslust und Ehren,

Er wolle dir den Heldenmuth

Mit edler Speise nähren.

 

O wandle muthig weiter fort

Im Dienst der Ewig-Reinen,

Und laß auch an dem Sündenort

Die deutschen Ehren scheinen.

 

Die deutsche Keuschheit, deutsche Scham,

Die Scheu vor allen Ketten,

Die Lust an Freiheit, welche kam

Selbst Feindesland zu retten.

 

Zur Heimat wende dich, mein Kind,

Wenn Kummer dich erfüllet,

Vom Aufgang weht ein frischer Wind,

Der Haß und Schmerzen stillet.

 

O bleibe fremd, o bleibe fern

Den Sündern und den Blinden,

Dann wird der Deutschen Ehr′ und Stern

Dir nimmermehr verschwinden.

 

Der Väter Segen ruht auf dir,

Er hat dich treu geleitet,

Und dir in schöner Heimat hier

Gar holden Lohn bereitet.

 

Ein deutsches Mädchen will als Braut

Den deutschen Helden grüßen;

Ich sah sie jüngst ein Myrthenkraut

Im Kämmerlein begießen.


Das Gedicht "Brief einer Mutter nach Paris " stammt von   (1783 - 1817).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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