Den 24. Jänner 1813.
Schlaf′ in deiner engen Kammer,
Lieber alter Vater, schlaf′,
Glücklich, daß nach langem Jammer
Noch dich frohe Zeitung traf.
Dank dir, daß in unsre Herzen
Du der Ehre Muth gelegt,
Der wol Hunger, Durst und Schmerzen,
Knechtschaft nie und Schande trägt.
Wenn auch Fremde dich begraben,
Schlaf′ in freier Erde nun,
Lieber Vater, schau′, wir haben
Jetzt ein beßres Werk zu thun.
Dann erst, wenn die deutschen Auen
Keine Feinde mehr entweihn,
Wollen wir dein Grabmal bauen,
Schreiben deinen Leichenstein.
Oben in den blauen Hallen,
Bei den Vätern weile du,
Unser Waffenruf soll schallen
Bis in deine sel′ge Ruh′.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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