1810.

 

Rose, schöne Königsrose,

Hat auch dich der Sturm getroffen?

Gilt kein Beten mehr, kein Hoffen

Bei dem schreckenvollen Loose?

 

Seid ihr, hochgeweihte Glieder,

Schon dem düstern Reich verfallen?

Haupt, um das die Locken wallen,

Sinkest du zum Schlummer nieder?

 

Sink′ in Schlummer, aufgefunden

Ist das Ziel, nach dem du schrittest,

Ist der Kranz, um den du littest,

Ruhe labt am Quell der Wunden.

 

Auf, Gesang, vom Klagethale!

Schweb′ empor zu lichten Hallen,

Wo die Siegeshymnen schallen,

Singe Tröstung dem Gemahle!

 

Sink′ an deiner Völker Herzen,

Du im tiefsten Leid Verlorner,

Du zum Martyrthum Erkorner,

Auszubluten deine Schmerzen.

 

Herr und König, schau′ nach oben,

Wo Sie leuchtet gleich den Sternen,

Wo in Himmels weiten Fernen

Alle Heilige Sie loben.


Das Gedicht "Auf den Tod der Königin" stammt von   (1783 - 1817).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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