Deine Augen verschweigen nichts mehr,
Und die Welt ward mein eigen.
Mit roter Geigen Genuß spielen die Tage uns auf,
Die vielen Lieder sind Blumen vor unserm Fuß.
Die Liebe steht wie ein singender Vogel
Über deinem und meinem Haupt;
Sie hat die Erde mit Trauben besteckt
Und die Masten meiner Schiffe wie frohe Bäume belaubt.
Du hast dein Herz in meinen Garten gelegt,
Und mein Garten wird von deinem Herzblut gepflegt.
Das Gedicht "Und die Welt ward mein eigen" stammt von Max Dauthendey (1867 - 1918).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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