1) Mit Fried und Freud ich fahr dahin
in Gottes Willen,
getrost ist mir mein Herz und Sinn,
sanft und stille.
Wie Gott mir verheißen hat:
der Tod ist mein Schlaf worden.

2) Das macht Christus, wahr' Gottes Sohn,
Der treue Heiland,
Den du mich, Herr, hast sehen lahn,
Und macht bekannt
dass er sei das Leben und Heil
in Not und auch im Sterben.

3) Den hat er allen vorgestellt
mit großen Gnaden,
zu seinem Reich die ganze Welt
heißen laden
durch dein teuer heilsam Wort
an allem Ort erschollen.

4) Er ist das Heil und selig Licht
für die Heiden,
zu erleuchten, die dich kennen nicht,
und zu weiden.
Er ist deins Volks Israel
der Preis, Ehr, Freud und Wonne.


Das Gedicht "Mit Fried und Freud ich fahr dahin" stammt von   (1483 - 1546).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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