Am Barbaratage holt′ ich

Drei Zweiglein vom Kirschenbaum,

Die setzt′ ich in eine Schale,

Drei Wünsche sprach ich im Traum:

 

Der erste, daß einer mich werbe,

Der zweite, daß er noch jung,

Der dritte, daß er auch habe

Des Geldes wohl genung.

 

Weihnachten vor der Mette

Zwei Stöcklein nur blühten zur Frist: -

Ich weiß einen armen Gesellen,

Den nähm′ ich, wie er ist.


Das Gedicht "Barbarazweige" stammt von   (1839 - 1911).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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