Du sinkst mit bleichem Angesicht
Geschloß'nen Aug's zurück in's Kissen,
Die Hand nur hält mit halbem Wissen
Die meine noch – o laß sie nicht!
Laß uns gemeinsam, Hand in Hand
Dem dunkeln Los entgegen wallen,
Dem unerbittlich wir verfallen -
Gemeinsam nah'n dem dunkeln Land.
Du gehst – wie bald schon! – feierlich
Dahin, wo unser Wissen endet,
Von wo kein Pfad zurück sich wendet -
Und ich – in's Leben ohne dich.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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