Du kommst heran mit leichten, scheuen Tritten,

Ein Blütenblatt, vom Süden hergeweht,

Und blickst so schwermuthsvoll umher, inmitten

Des Volks, das deine Sprache nicht versteht.

 

Ich kenn′ sie nicht; doch auf dem Lebensgange

Empfind ich oft mich einsam, fremd wie du:

Mir ist bei deiner Stimme weichem Klange,

Als rief ein Herz den Schwestergruß mir zu.


Das Gedicht "Einer Griechin" stammt von   (1844 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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