Ich meß nach der Dauer das Leben,

Berechnet nach Jahren die Zeit,

Ich zähle nicht Tag und nicht Stunde,

Ich hab' in einer Sekunde

Durchlebt die Ewigkeit.

 

Viel Jahre zogen vorüber

Und ließen die Seele mir leer,

Es blieb von keinem mir Kunde.

Die eine, die eine Sekunde,

Vergess' ich nimmermehr.


Das Gedicht "Die Sekunde" stammt von   (1830 - 1916).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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