Gott, der du schwer auf meiner Lippe ruhst,
Und ist kein Tun, das du nicht tust,
Du schläfst im Ohr mir diesen tiefen Schlaf.
Da ich dich unter Mandelbäumen traf,
Du gingst umhüllt von roten Blüten ganz.
Ich stand gebückt, ich losch in deinem Glanz,
Ich sank beschwert von deiner Pracht dahin.
Und ängste, Hoher, dem ich nahe bin,
Daß ich dir mehr entfernt und steinern werde -
Nimm doch, o Gott, mit deiner Glanzgebärde
Zurück den falschen Blick, der dich verkennt.
Aus dieser bunten Ferne, die dich trennt,
O kehre zur erloschnen Höhle gnädig ein!
Wie dunkeln Krug erfüllend fließt ein Wein.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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