Weit, weit ..
weiße Tiefen,
kein Unten, kein Oben,
weit, weit ...
Nicht Töne, kein Pulsen,
nicht Licht, nicht Schatten,
weit, weit ...
weiße Tiefen,
ringgleich geschlossen
kein Unten, kein Oben,
weit, weit .....
Aus der Mitte des Kreises
gähnen zwei Höhlen,
Höhlen, spottend
irdischen Raummaßes.
Ungeheuere Höhlen:
Jahves Augen ...
Brennend quillt aus ihnen
sein Wille hinaus,
sein Wille,
die große Farbe,
in der entsetzlichen Winterlandschaft
die einzige Farbe ...
Wenn sie sich schlössen
diese Augen? ...
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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