Zu dir wall′ ich, alte Stadt,
Um den alten Goldschmidt,
Den theuren Freund,
Näher und näher zu kennen.
Welch kühnes Wollen
Verkünden uns hier die Bilder Francia′s!
Edler Greis,
Der du so sehnsüchtig
Ein Werk des verwandten
Größern Rafaels erharrtest.
Wer darf die Kunst ausmessen
Und ihre Grenzen ziehn?
Wer kann die Ewigkeit beschränken? –
Nur wer die kleine Gegenwart
Als den Mittelpunkt alles Daseyns erkennt.
Das Gedicht "Bologna" stammt von Ludwig Tieck (1773 - 1853).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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