Im Raum der unterirdischen Apaschen

Warf FRED ins Glas dem Fremden Kokain.

DER FREUND, der hilfereich als Arzt erschien,

Fischt dem Betäubten in den Manteltaschen.

 

Ein Polizist will seinen Browning ziehn.

Fred musste ihn von hinten überraschen.

Ein Schuss. Gebrüll. Ein Scherbenberg von Flaschen.

Ein Toter! Fred und sein Genosse fliehn.

 

Zu Haus ölt Fred die Falltür zum Verschwinden.

Die Polizei kordont den Häuserblock.

(Die Doppeltüren knarren in den Spinden.)

 

- Bei der Beschießung schreibt ein Zeitungsschmock. -

Tief im Gebirge wird sie niemand finden;

FRED liegt im Bett, DER FREUND kocht steifen Grog.

 

(aus "Kriminal Sonette")


Das Gedicht "Der Mord im Keller" stammt von   (1881 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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