Grabe, Spaden, grabe,

Alles was ich habe

Dank ich, Spaden, dir!

Reich′ und arme Leute

Werden meine Beute,

Kommen einst zu mir!

 

Weiland groß und edel,

Nickte dieser Schedel

Keinem Gruße Dank!

Dieses Beingerippe,

Ohne Wang′ und Lippe,

Hatte Gold und Rang!

 

Jener Kopf mit Haaren

War vor wenig Jahren

Schön wie Engel sind!

Tausend junge Fentchen

Leckten ihm das Händchen,

Gafften sich halb blind!

 

Grabe, Spaden, grabe,

Alles was ich habe

Dank ich, Spaden, dir!

Reich′ und arme Leute

Werden meine Beute,

Kommen einst zu mir!


Das Gedicht "Todtengräberlied" stammt von   (1748 - 1776).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte