Der Sobbe und der Putzky,

Der Putzky und der Sobb′,

Sie haben abgemurxky

Wohl einen Hausknecht grob.

 

Der Hausknecht war betrunken,

Sie waren nüchtern ganz,

Sie waren edle Junker,

Zwei Gardeleutenants.

 

Sie kamen auf die Festung

Ob dieses Hausknechts Mord;

Sie flohen vor der Läst′rung

Der bösen Menschen fort.

 

Sie brannten durch, auf Ehre,

Sind weit umhergeirrt,

Als wie zwei Ahasvere,

Und waren sehr lakirt.

 

Sie waren nirgends sicher,

Verfolgt hat sie gar dreist

Des Hausknechts unsterblicher

Und ungerochner Geist.

 

O höret jetzt die Kunde

Die aus Australien tönt,

Sie haben Ruh′ gefunden,

Der Hausknecht ist versöhnt.

 

Der Putzky, Freund des Sobben,

Der Sobbe, Freund Putzky′s,

Sind selber Hausknecht worden,

Das ist die Nemesis.


Das Gedicht "Das Lied vom gerochenen Hausknecht" stammt von   (1827 - 1892).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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