Ich ging vorbei am Gotteshaus,
Darin ich lang nicht war,
Die Orgel lärmte waldhinaus
So feierlich und klar.
Gar düster sah die Kirche drein
Mit ihrem morschen Thurm,
Doch rastlos dränget aus und ein
Der frommen Menge Sturm.
Horch! jetzt verstummt der Feierklang
Und ruhig wirds umher,
Die Menge betet still und lang,
Mir wird es auch nicht schwer.
Es ist ein Abend freundlich lind,
Die Winde schlummern all,
Wenn erst die Winde stille sind,
Vernehm ich innern Schall.
In meiner Seele Tiefen singt
Mein guter Genius,
Aus meines Herzens Kammern springt,
Befreit sich ein Entschluß.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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