An Sidonie

 

Jede Jahreszeit trägst Du im Bilde! Die goldenen Locken

Gleichen dem Ährengefild, wenn es die Sonne bestrahlt:

Reifen, lieblichen Früchten sind diese reizenden Lippen

Ähnlich; zum weihenden Kuß schwellen sie sittsam empor.

Auf den Wangen blüht dir der rosige Lenz: und der Winter

Hat dir mit blendendem Schnee Busen und Arme bestreut.


Das Gedicht "Die Jahreszeiten" stammt von   (1890 - 1821).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte