...Und rings das Schweigen ... tödlich schweres

Schweigen,

Als wär′ der stumme, blasse Lebensgeist

So straff geschwellt mit lauten Schmerzensworten,

Dass er daran erstickend würgt und schweigt.

Er ringt in mir nach Athem, keucht danach,

In einen gellen Schrei zu pressen all

Das stumpfe Elend ...

 

Einen Schrei, der klirrend

Die Seelenfasern auseinandersprengt,

Dass mir die blonde, traumumwehte Psyche

Verhauchend aufgeh′n darf im blauen All ...

... In kühler Kelche Duft sich wiegend,

In leisem Wohlklang weich sich schmiegend,

Endlich befreit ...!


Das Gedicht "Schweigen" stammt von   (1877 - 1897).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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