...Und rings das Schweigen ... tödlich schweres
Schweigen,
Als wär′ der stumme, blasse Lebensgeist
So straff geschwellt mit lauten Schmerzensworten,
Dass er daran erstickend würgt und schweigt.
Er ringt in mir nach Athem, keucht danach,
In einen gellen Schrei zu pressen all
Das stumpfe Elend ...
Einen Schrei, der klirrend
Die Seelenfasern auseinandersprengt,
Dass mir die blonde, traumumwehte Psyche
Verhauchend aufgeh′n darf im blauen All ...
... In kühler Kelche Duft sich wiegend,
In leisem Wohlklang weich sich schmiegend,
Endlich befreit ...!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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