In schweigenden Nächten, aus weinenden Kelchen

Klingen die duftigen Elfen empor:

Schmächtige Mädchen mit todbleichen Wangen ...

Flehende Sehnsucht und reines Verlangen ...

Hörst du das Säuseln in müden Syringen?

Hörst du das ahnende, schwebende Singen?

Hörst du die bebende Geige im Chor?

An fiebernden Tagen, aus sammtigen Rosen

Flammen die lockigen Knaben empor:

Trotzige Knaben mit zärtlichen Lippen,

Brennende Qualen und hastigen Nippen ...

Hörst du das Rauschen von schluchzenden Quellen?

Hörst du das tiefe, verwirrende Schwellen?

Hörst du das trunkene Cello im Chor?

In fröhlichen Stunden, aus spielenden Winden

Schlüpfen die neckischen Kinder empor ...

Trillerndes Lachen und Jubeln und Schmettern ...

Lustige Kämpfe mit Früchten und Blättern ...

Hörst du das Rufen und Fragen und Zaudern?

Fragen und Staunen und kindliches Plaudern ...

Hörst du die rosige Flöte im Chor?


Das Gedicht "Impressions musicales" stammt von   (1877 - 1897).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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