Hier sollten Verse blüh′n ... weil Thränen

Oft in die Kissen perlten heiss,

Weil blasses, duftgewob′nes Sehnen

So oft hier spann den Zauberkreis ...

Weil hier so oft, aus wehen Träumen

Die weisse todte Hand mich grüsst,

- O Gott! dass ich in bangem Säumen

Die weisse Hand niemals geküsst!

Sie lag so lind, mit zarten Venen

Mir auf der Stirne, innig, weiss ...

- Hier sollten Verse blühn - weil Thränen

Oft in die Kissen perlten heiss ...


Das Gedicht "Hier sollten Verse blüh′n" stammt von   (1877 - 1897).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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