Du stiller, blauer Alpensee
Schenk′ mir von deinem Frieden,
Ertränke du mein altes Weh,
Erfrisch′ den Geist, den müden!
Ich möchte die Libelle sein,
Die schwebend auf dir ruht,
Ich möchte eine Welle sein
Aus deiner klaren Flut!
Sieh′ mir ins blasse Angesicht -
Erfüll′, was ich begehrt!
Sag′ an, löscht all′ dein Wasser nicht
Die Glut, die mich verzehrt? ...
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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