Um deine süße, grüne Seele

Ist mir so weh!

Daß ich sie dir im Frühling quäle

Mit Frost und Schnee.

Du Kind, das froh dem Sonnenleben

Entgegenblüht,

Mich hat das kranke Mondesweben

So bleich geglüht ...

Bleib′ du! bleib′ du an meiner Seite,

Mir ist so bang!

So lang, bis ich ins große Dunkel gleite!

- Vielleicht nicht lang -.


Das Gedicht "An ..." stammt von   (1877 - 1897).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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