Von deinen Siegen, Cäsar Germanicus,

Singt mein gerechtes Loblied den ersten Sieg:

Wie du, zu groß dem Eifergeiste,

Preußens erhabenen König aufsuchst,

 

In Landen aufsuchst, welche sein Schwert, sein Glück,

Sein Recht vom Erbe deiner Erzeugerin

Getrennt, in ihm den weisen Vater

Ehrend, den biedersten Freund eroberst

 

Und seiner Feldherrntugenden höchste dir

Erstrebst, dein weites Reich zu befestigen,

Ihn selber nimmer zu bekämpfen:

Josephs des Volkererhalters Eidschwur.

 

O, deiner Thaten erste strahlt herrlicher

In eines Gottes Augen, als Ilions

Und Babylons Eroberungen,

Oder die Schlachten der Zingiskane,

 

Geh' nun in deiner rühmlichen Laufbahn fort,

Und leuchte künftig (unter der glänzenden,

Gekrönten Reihe deiner Ahnherrn,

Groß in den Künsten der Triumphirer,

 

In allen Friedenskünsten der größere,)

Gleich dieses Erdballs Sonne bei tausenden

Des grenzenlosen blauen Aethers

Sichtbar allein und allein erwärmend.


Das Gedicht "An den römischen Kaiser Joseph den Zweiten" stammt von   (1725 - 1798).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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