Bey Eröffnung des Opernhauses zu Berlin.

 

Apollo! (denn dir hat Friedrich den Tempel

Aus Stufen erhöht, mit Säulen umpflanzet,

Und deinen Spielen eingeweiht:

 

Melpomene singt in Eratons Laute,

Terpsichore tanzt in Waffen, im Schleyer,

Dir menschliche Geschichten vor;)

 

Vergönne doch auch der süssen Cythere

Den Zutritt, und o! dem freundlichen Amor,

Der leichtgerüstet vor ihr hüpft!

 

Den Grazien, die der Gürtel entbehren,

Der Suada, mit hold einladenden Lippen,

Und allem jungen Göttervolk!

 

Komm, munterer Witz, und Muthwill, und Lachen,

Und artiger Trotz, und fröhlicher Leichtsinn,

Und du, schalkhafter kleiner Scherz!


Das Gedicht "An den Apoll" stammt von   (1725 - 1798).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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