Ich bins, o Chloe! fleuch nicht mit nacketem Fuss

Durch diese Dornen! fleuch nicht den frommen Amynt!

Hier ist dein Kranz, hier ist dein Gürtel!

Komm, bade sicher, ich störe dich nicht.

 

Sieh her! ich eile zurück, und bänge den Raub

An diesen Weydenbaum auf. – – Ach! stürze doch nicht!

Es folgt dir ja kein wilder Satyr,

Kein ungezähmter Cyklope dir nach. –

 

Dich, schlankes, flüchtiges Reh, dich hab' ich erhascht!

Nun widerstrebe nicht mehr! nimm Gürtel und Kranz,

Und weihe sie der strengen Göttinn,

An deren ödem Altare du dienst.


Das Gedicht "Amynt und Chloe" stammt von   (1725 - 1798).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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