Wenn ich auf einsamen Gängen,
Wandelnd im Tale am Bach,
KIetternd an Felsengehängen,
Blumen am Wege mir brach —
Wie sie sich kunstlos gefüget
Unter der Hand mir zum Strauß,
Trug ich sie stille vergnüget
Gerne am Abend nach Haus.
Was mir auf einsamen Gängen,
Wandelnd in Flur und in Wald
Oft wie von himmlischen Klängen
Leis durch die Seele gehallt, —
Wie ich's in Worten gestammelt,
Wie sich's gefüget im Reim,
Kunstlos zum Strauße gesammelt,
Bring ich's am Abend nun heim.
Das Gedicht "Auf einsamen Gängen" stammt von Karl von Gerok (1815 - 1890).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte