Fernes Licht mit nahem Schein

wie ich mich auch lenke,

lockt es dich nicht dazusein,

wenn ich an dich denke?

 

Wo du bist, du sagst es nicht

und du kannst nicht lügen.

Nahen Schein von fernem Licht

läßt du mir genügen.

 

Wüßt′ ich, wo das ferne Licht,

wo es aufgegangen,

naher Schein, er wehrte nicht,

leicht dich zu erlangen.

 

Fernes Licht mit nahem Schein

mir zu Lust und Harme,

lockt es dich nicht da zu sein,

wenn ich dich umarme?


Das Gedicht "Fernes Licht" stammt von   (1874 - 1936).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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