Unterm Klang der Kriegeshörner

riefen Engelstimmen ′Körner!′

und des Helden Herz zerbricht.

Herzen, Augen, brecht in Zähren,

doch die Zähren wird verklären

hohen Glaubens Freudenlicht.

 

Deutschland, dem du treu verbunden,

fühlt, o Bruder, deine Wunden,

blutet mit und freuet sich.

Bist ein König hoch beneidet,

deines Blutes Purpur kleidet,

heilge Dornen krönen dich.

 

Bild der reinsten Christentreue,

wenn der Augen Veilchenbläue

neu auf bleichen Lippen blüht!

Lieb allein bleibt unverdunkelt,

wie ihr Stern allnächtlich funkelt

und im Rosenmeer verglüht.

 

Jesu, reine Gottesminne,

eine unsres Volkes Sinne

in der Liebe Heilgenglanz.

Laß auch uns nach heißen Mühen

einst wie unserm Bruder blühen

Dornenkron′ und Sternenkranz.


Das Gedicht "Unterm Klang der Kriegeshörner" stammt von   (1796 - 1840).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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