Mach′ dich mit leerem Stolz nicht breit,

Man lacht nur deiner Eitelkeit.

 

Vier Pferde zogen einen Wagen,

Und ließen in dem schnellen Jagen

Gar einen großen Staub zurück.

Es schwang sich in dem Augenblick

Auch eine Fliege mit hinauf,

Und rufte bei des Wagens Lauf:

Ihr guten Leute, gebt doch Acht,

Den großen Staub hab′ ich gemacht!


Das Gedicht "Die stolze Fliege" stammt von   (1726 - 1777).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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