Weint auch einst kein Liebchen
Tränen auf mein Grab,
Träufeln doch die Blumen
Milden Tau hinab;
Weilt an ihm kein Wandrer
Im Vorüberlauf,
Blickt auf seiner Reise
Doch der Mond darauf.
Denkt auf diesen Fluren
Bald kein Erdner mein,
Denkt doch mein die Aue
Und der stille Hain.
Blumen, Hain und Aue,
Stern und Mondenlicht,
Die ich sang, vergessen
Ihres Sängers nicht.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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