Weint auch einst kein Liebchen

Tränen auf mein Grab,

Träufeln doch die Blumen

Milden Tau hinab;

 

Weilt an ihm kein Wandrer

Im Vorüberlauf,

Blickt auf seiner Reise

Doch der Mond darauf.

 

Denkt auf diesen Fluren

Bald kein Erdner mein,

Denkt doch mein die Aue

Und der stille Hain.

 

Blumen, Hain und Aue,

Stern und Mondenlicht,

Die ich sang, vergessen

Ihres Sängers nicht.


Das Gedicht "Sängers Trost" stammt von   (1786 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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