1809

 

O könnt ich mich niederlegen

Weit in den tiefsten Wald,

Zu Häupten den guten Degen,

Der noch von den Vätern alt,

 

Und dürft von allem nichts spüren

In dieser dummen Zeit,

Was sie da unten hantieren,

Von Gott verlassen, zerstreut;

 

Von fürstlichen Taten und Werken,

Von alter Ehre und Pracht,

Und was die Seele mag stärken,

Verträumend die lange Nacht!

 

Denn eine Zeit wird kommen,

Da macht der Herr ein End,

Da wird den Falschen genommen

Ihr unechtes Regiment.

 

Denn wie die Erze vom Hammer,

So wird das lockre Geschlecht

Gehaun sein von Not und Jammer

Zu festem Eisen recht.

 

Da wird Aurora tagen

Hoch über den Wald hinauf,

Da gibts was zu singen und schlagen,

Da wacht, ihr Getreuen, auf.


Das Gedicht "Klage " stammt von   (1788 - 1857).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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