Laß dich die Welt nicht fangen,

Brich durch, mein freudig Herz,

Ein ernsteres Verlangen

Erheb dich himmelwärts!

 

Greif in die goldnen Saiten,

Da spürst du, daß du frei,

Es hellen sich die Zeiten,

Aurora scheinet neu.

 

Es mag, will alles brechen,

Die gotterfüllte Brust

Mit Tönen wohl besprechen

Der Menschen Streit und Lust.

 

Und eine Welt von Bildern

Baut sich da auf so still,

Wenn draußen dumpf verwildern

Die alte Schönheit will.


Das Gedicht "Durch! (1)" stammt von   (1788 - 1857).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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