Vergebens steigt der Tag in lichten Farben

Vergebens hüllt in Schimmer sich die Nacht

Mein Herz bleibt kalt, seitdem die Wünsche starben

Die schön dich mir, du Tag und Nacht! gemacht

Obs Winter ist, ob Veilchen um mich blühen

Ob Rabe krächzt, ob Lerche um mich schwirrt

Obs Mondennacht, ob Donnerwolken ziehen

Ist der gleichviel, die ohne Wünsche irrt.


Das Gedicht "Im Junius 1783" stammt von   (1757 - 1840).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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