Bunte Kinder schwarzer Nacht,

Die ihr Lebensmüden

Oft das Leben reizend macht,

Und mit süßem Frieden

 

Gern den Traurenden erfreut,

Und dem Hoffnungslosen

Eure Rosenlauben leiht,

Wo ihn Freuden kosen,

 

Webt aus sanfter Phantasie,

Aus den schönsten Bildern,

Hold wie Engel Melodie,

Wenn sie Himmel schildern -

 

Ruhig wie des Morgens Gruß,

Wie des Abends Wehen -

Leise, wie der Weste Kuß,

Wie der Elbe Blähen -

 

Reizend, wie sein eignes Bild -

Träume meinem Holden;

Liebe, die mein Herz erfüllt,

Soll den Traum vergolden.


Das Gedicht "An die Träume" stammt von   (1757 - 1840).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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