Die ihr mit Schönen bloß, als mit Maschinen, spielet,
Und ihre Küsse nur, nicht ihre Seelen, fühlet,
Lernt noch den Unterschied, der unter beyden ist.
Ein zärtlicher Poet hat ihn gerührt empfunden:
Die Uhr, sprach Fontenell, erinnert uns der Stunden:
Doch eine Phillis macht, daß man sie froh vergißt.
Das Gedicht "Unterschied zwischen einer Uhr und einem Frauenzimmer" stammt von Johanna Charlotte Unzer (* 1725-11-25, † 1782-01-29).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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