Dem Schützen, doch dem alten nicht,

zu dem die Sonne flieht,

der uns ihr fernes Angesicht

mit Wolken überzieht;

 

dem Knaben sei dies Lied geweiht,

der zwischen Rosen spielt,

uns höret und zur rechten Zeit

nach schönen Herzen zielt.

 

Durch ihn hat uns des Winters Nacht,

so häßlich sonst und rauh,

gar manchen werten Freund gebracht

und manche liebe Frau.

 

Von nun an soll sein schönes Bild

am Sternenhimmel stehn,

und er soll ewig hold und mild

uns auf- und untergehn.


Das Gedicht "Novemberlied" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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