Mit Mädchen sich vertragen,
Mit Männern ′rumgeschlagen,
Und mehr Kredit als Geld:
So kommt man durch die Welt.
Mit Vielem läßt sich schmausen,
Mit Wenig läßt sich hausen;
Daß Wenig Vieles sei,
Schafft nur die Lust herbei.
Will sie sich nicht bequemen,
So müßt ihr′s eben nehmen.
Will Einer nicht vom Ort,
So jagt ihn grade fort.
Laßt Alle nur mißgönnen,
Was sie nicht nehmen können,
Und seid von Herzen froh!
Das ist das A und O.
So fahret fort zu dichten,
Euch nach der Welt zu richten.
Bedenkt im Wohl und Weh
Dies goldne ABC!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte