Bei dem Glanze der Abendröte
Ging ich still den Wald entlang.
Damon saß und blies die Flöte,
Daß es von den Felsen klang,
So la la! le ralla!
Und er zog mich, ach, an sich nieder,
Küßte mich so hold, so süß.
Und ich sagte: "Blase wieder!"
Und der gute Junge blies,
So la la! le ralla!
Meine Ruh′ ist nun verloren,
Meine Freude floh davon,
Und ich höre vor meinen Ohren
Immer nur den alten Ton,
So la la! le ralla!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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