Vier Tieren auch verheißen war,

Ins Paradies zu kommen;

Dort leben sie das ew′ge Jahr

Mit Heiligen und Frommen.

 

Den Vortritt hier ein Esel hat,

Er kommt mit muntern Schritten;

Denn Jesus zur Prophetenstadt

Auf ihm ist eingeritten.

 

Halb schüchtern kommt ein Wolf sodann,

Dem Mahomet befohlen:

"Laß dieses Schaf dem armen Mann!

Dem Reichen magst du′s holen."

 

Nun, immer wedelnd, munter, brav,

Mit seinem Herrn, dem braven,

Das Hündlein, das den Siebenschlaf

So treulich mitgeschlafen.

 

Abuherriras Katze hier

Knurrt um den Herrn und schmeichelt;

Denn immer ist′s ein heilig Tier,

Das der Prophet gestreichelt.


Das Gedicht "Begünstigte Tiere" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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