Angedenken du verklungner Freude,

Das ich immer noch am Halse trage,

Hältst du länger als das Seelenband uns beide?

Verlängerst du der Liebe kurze Tage?

 

Flieh′ ich, Lili, vor dir! Muß noch an deinem Bande

Durch fremde Lande,

Durch ferne Täler und Wälder wallen!

Ach, Lili′s Herz konnte so bald nicht

Von meinem Herzen fallen.

 

Wie ein Vogel, der den Faden bricht

Und zum Walde kehrt,

Er schleppt des Gefängnisses Schmach

Noch ein Stückchen des Fadens nach;

Er ist der alte freigeborne Vogel nicht,

Er hat schon jemand angehört.


Das Gedicht "An ein goldnes Herz, das er am Halse trug" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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