Dichter lieben nicht zu schweigen,

Wollen sich der Menge zeigen;

Lob und Tadel muß ja sein!

Niemand beichtet gern in Prosa;

Doch vertraun wir oft sub Rosa

In der Musen stillem Hain.

 

Was ich irrte, was ich strebte,

Was ich litt und was ich lebte,

Sind hier Blumen nur im Strauß;

Und das Alter wie die Jugend,

Und der Fehler wie die Tugend

Nimmt sich gut in Liedern aus.


Das Gedicht "An die Günstigen " stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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