Wir müssen alle fort von hier
An einen andern Ort;
Der Tod, der klopft an jede Thür,
Wir müssen alle fort!
Da hilft kein Bitten und kein Flehn,
Kein Alter und kein Stand;
Das Best’ ist, daß wir willig gehn
An unsers Führers Hand!
Der stirbt am Fieber, Der an Gicht,
An Schwindsucht Der und Der!
»Willkommen, Tod!« sagt Keiner nicht;
Ist doch nichts kläglicher!
Sterbt, alle Menschen! ist Gebot,
In aller Welt bekannt!
Ich wüßte keinen schönern Tod,
Als den für’s Vaterland!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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